Zum Le­serbrief von Herrn Sames (Alsbach) im Darmstädter Echo vom 10.01.2020 und den Reaktio­nen des Bürger­meisters bzw. des Vorsit­zenden der CDU-­Fraktion und zur weiteren Entwick­lung um die Brau­erei.


Die Mel­dungen über­schlagen sich. Kaum hat man für sich selbst den Ver­such unter­nommen, sich ein Bild über die aktu­ellen politi­schen und ge­sell­schafts­politi­schen Themen In Pfungs­tadt, an denen ich teilweise aktiv beteiligt bin, zu machen, kommt wie aus Zauber­hand eine weitere Meldung zur Brau­erei ins Spiel.

Die ist nahe­zu un­glaublich und wirft den Glauben an Ehr­lichkeit, Respekt und Fair­ness voll­ständig über den Haufen. Nein, das kann man ruhigen Gewis­sens so nennen, wie es der Leser­brief­schreiber, Herr Sa­mes aus Alsbach, auch genannt hat. Die Leute (Bürger und eh­renamtli­che Poli­tiker) für dumm verkau­fen.

Zuerst soll es um die lang­sam im Sumpf des Ver­gessens unterge­henden Leserbrie­fe aus dem Darmstädter Echo und der Pfungs­tädter Woche gehen.

Es haben sich tat­sächlich zwei Leu­te ge­traut.

Ein inte­ressierter Mensch aus der Nachbar­gemeinde Alsbach kritisiert in seinem Leserbrief die aktu­elle Poli­tik und auch die Politiker Pfungs­tadts. Er legt die Finger in die Wun­den und fordert am Ende die Pfungs­tädter Bürger dazu auf, mittels demokra­tischer Mittel Änderun­gen her­beizufüh­ren.

Und schon erheben sich die Stimmen derjeni­gen, die sich of­fenbar angespro­chen und/oder schwer getroffen fühlen.

Zum ei­nen ist es Bürger­meister Patrick Koch, der mit einer E­Mail an die Her­ausgeber bzw. die Redaktion des Darmstädter Echo und mit Nachden­kens werten Formulie­rungen (dass es wohl „sehr einfach sei unqua­lifizierte Meinun­gen, ge­paart mit Stim­mungs­mache“ zu ver­breiten) seinen Missmut ausdrückt und offen mit der Presse­freiheit bzw. dem eigen­ständigen Veröffent­lichungs­recht der Presse hadert. Hinzu gesellt sich der CDU-­Frakti­onsvorsit­zende, der sich oben­drein einen unrühmli­chen Vergleich bzw. Hinweis auf die Ermor­dung des Kasseler Regie­rungsprä­sidenten Lübcke erlaubt.

Was ist passiert und was soll denn so falsch am Leser­brief von Herrn Sames sein, der im Übri­gen durch den Le­serbrief von Herrn Volker Sinks in der Pfungs­tädter Woche vom 15.01.2020 bekräf­tigt und sachlich erweitert wird.

Ist es nicht so, dass Bür­germeis­ter Koch mehrfach öffentlich geäußert hat, dass, wer gegen den Um­zug der Brauerei auf das Schwimmbadge­lände (dieser Standort ist für ihn und den Investor alterna­tivlos) ist, nicht nur den Wei­terbe­stand der Brauerei aufs Spiel setzt, sondern oben­drein auch noch die Arbeits­plätze von zig Arbeit­nehmern riskiert? Bürger­meister Koch hat sich, tak­tisch absolut desaströs, in privat­wirt­schaftli­che Ge­schäfts­verhand­lungen hinein­ziehen lassen, die eine bilaterale Angele­genheit der Brau­erei bzw. deren Eigentü­mer und des Käu­fers sind. Er hat dies über Monate und ohne Wissen des Ma­gistrats getan. Er hat nicht abgewar­tet bis der richti­ge Zeit­punkt für die Stadt gekom­men ist, sondern hat ohne Not das Schwimmbadge­lände (bei der Rund­fahrt mit dem In­vestor sei dies plötzlich Thema gewor­den) zur wichtigs­ten Steu­erungs­ und Ver­hand­lungs­masse machen lassen. Man könnte auch sagen, dass dies, unbeab­sichtigt hoffent­lich, der Nasenring geworden ist, an dem die Stadt nun durch die Arena gezogen wird. Warum die dort ansässi­gen Ver­eine – Reit­ und Fahrver­ein, TAS Tennis am Schwimmbad, DjK Concordia sowie die Bürger der obe­ren See­heimer Straße und das Gestüt Prinzen­berg sich bisher nicht öffentlich geäußert haben, erstaunt. Nur die FTG Pfungs­tadt hat im Darmstädter Echo vom 15.01.2020 Beden­ken an­gemeldet und ihre Unzufrie­denheit bekundet.

Dass der Bürger­meister sofort nach Bekannt­gabe des Namens des so genann­ten Inves­tors (Uwe Dieter Krück) über dessen zweifel­haften Umtrie­bigkeiten und des­sen Ge­schäfte, dessen Interims­büroad­ressen und wei­teren Fakten von un­terschied­lichen gutmei­nenden Quellen informiert wurde, dass ihm entspre­chende Quellen zu diesen Erkennt­nissen angebo­ten wur­den, das hat er einfach zur Seite gescho­ben; sprich, es hat ihn einfach nicht interes­siert. Man muss vermu­ten, es störte seine Kreise.

Er hat das was ihm vorgetra­gen wur­de nicht aufge­klärt, ist den Be­denken nicht nachge­gangen, hat In­formati­onsange­bote abgelehnt und hat auch leider nicht im Sinne der Aufklä­rung eingegrif­fen, als mein Stadtrat­Kollege Horst Knell in einer gemein­samen HFW­/SBU­Sitzung vom HFW­Vorsit­zenden vorsorg­lich einen Maulkorb umge­hängt bekam. Dem hätte der Bürger­meister wider­sprechen können. Er hat es nicht getan und damit eine Chance verpasst bis dahin unbe­kannte Zusam­menhän­ge und Aktenzei­chen inkl. deren Hinter­gründe zu erfahren. Weiterhin hat er aber vorgetra­gene Fakten vernied­licht und sie als alte Ka­mellen, die ja mal jedem aktiven Kaufmann passieren können, abgetan. Fakten, die bei anderen Entschei­dern die Alarmglo­cken schrill hätten läuten lassen, haben beim Bürger­meister offenbar keinerlei Schutzre­aktion ausgelöst.

Oben­drein hat er zuge­lassen, dass der Investor der Stadt ein Milli­onenge­schenk für die Feuer­wehr verspre­chen konnte, was übri­gens lautstark gefeiert wurde. Als die Zweifel um die „Sauber­keit des Angebo­tes“ auf­kamen wurden genau diese 1,3 Mio. plötzlich als Siche­rungsbe­trag ins Spiel gebracht. Wohlwis­send, dass ein „Ge­schenk“ etwas anderes ist als eine Si­cherung.

Nun kann sich je­dermann ausrech­nen, wer von allen Akteuren am länge­ren Hebel sitzt und wer ge­zwun­generma­ßen Zuge­ständnis­se ma­chen muss. Selbst wenn das bei den Pfungs­tädter Bürgern beliebte und auch benötigte Freizeit­gelände Federn lassen muss.

Der Bür­germeis­ter und der GF der Brauerei haben eine Situation herbei­geführt, zu der es laut Bür­germeis­ter Koch keine Alterna­tive gibt. Alterna­tivlos, wie man im heuti­gen Sprach­gebrauch gerne Ex­Kanzler Schröders „Basta“ nennt.

Der Inves­tor und die Eigen­tümer des Grund­stücks winken derweil mit mehr als 45.000m² 1A Bauge­lände für Woh­nungs­neubau­ten und dabei kann der Investor locker, ent­spannt und ab­wartend zusehen, wie die Stadt als Initial­zündung für die neue Pfungs­tädter Welt das Schwimmbadge­lände platt macht, um der neuen Brauerei die not­wendige Zukunfts­aussich­ten zu schaffen.

Zwischen­zeitlich ist der Deal zwischen Investor und der Eigentü­merfami­lie in trockenen Tüchern, die Brau­erei und das Ge­lände sind über­nommen.

Die Mit­arbeiter der Brau­erei je­doch werden sicher nicht mit einer dauerhaf­ten Ar­beits­platzga­rantie, sondern nach Paragraph 613a BGB (Betrieb­süber­gang) vom neu­en Eigen­tümer (Arbeit­geber) über­nommen werden. Dieser Paragraph sieht vor, dass Ar­beiter und An­gestellten zu bishe­rigen Konditio­nen für maximal ein Jahr zu be­schäftigen sind. Nach diesem Jahr gel­ten neue Bedin­gungen. Vielleicht zu weit schlechte­ren Kon­ditionen, vielleicht wird ge­kündigt, vielleicht gibt es einen Sozialplan und viel­leicht gibt es Abfin­dungen. Vielleicht. Und ja, die Mit­arbeiter gehören von An­fang an in die Ver­handlun­gen ein­bezogen und der Schutz der Mit­arbeiter­rechte sollte auch höchste Priorität der Eigen­tümer genießen.

Da der Stadt/Investoren­Deal ab­geschlos­sen wur­de und sowohl das Schwimmbad und die Zuwe­gung auf Kosten der Stadt (Ver­kaufspreis des Ge­ländes abzgl. Abriss­kosten plus Er­stellungs­kosten für die Stra­ße) gänz­lich abge­räumt bzw. gebaut wurden, könnte jetzt der sagen­umwobe­ne Braue­rei­Neubau entste­hen. Der soll näm­lich recht­zeitig in ca. 1200 Tagen zum Hes­sentag 2023 gebaut und be­triebsbe­reit sein.

Das ist das Sze­nario, das dem Bür­germeis­ter vor­schwebt und an das er offenbar glaubt.

Dem Investor macht die „neue Brauerei“ derweil Kopf­schmer­zen. Er kalkuliert seine Ge­schäftsi­dee nach und stellt zu seinem Bedauern fest, dass das Ex­portge­schäft nach Südost­Asien genauso wenig funktio­nieren wird wie einige seiner anderen Geschäf­te.

Dann bleibt im besten Fall nur noch die Liquidati­on der Brauerei oder er lässt die Brauerei zu Lasten der Mit­arbeiter und Gläubiger insolvent gehen und geht somit seinen Verpflich­tungen nach §613a aus dem Weg. Die Brau­erei ist dann eine Pfungs­tädter Industrie­ruine und reif zum vorzeiti­gen Ab­riss, reif, um die Chancen des knappen Woh­nungs­marktes zu nut­zen.

Am Ende sind keine Arbeits­plätze gerettet worden und eine neue Brauerei gibt es auch nicht. Das Schwimmbad ist weg und die Woh­nungen, die auf dem Brauerei­gelände gebaut wurden, kosten dann doch über 4.000€ pro Quadrat­meter und ent­sprechen über­haupt nicht der Idee des „bezahl­baren Wohnens in Pfungs­tadt“.

Es ist also nicht so weit her­geholt, wenn Herr Sa­mes von „dumm verkau­fen“ spricht.

Wohl das Konglo­merat des Gesche­henen und das Nachden­ken und Abwägen haben die Herren Sames und Sinks dazu bewogen ihre per­sönlichen Ansichten in Leser­briefen darzustel­len. Dass Herr Sa­mes dar­über hinaus den Pfungs­tädter Bürgern eine Än­derung der Zu­sammen­setzung der politi­schen Gremien empfoh­len hat, ist nicht verwerf­lich. Zu­mal er eindeutig und un­missver­ständlich Verände­rungen mit de­mokrati­scher Mittel genannt hat.

Die Le­serbriefe sind in­haltlich nicht zu bean­standen und de­ren Veröf­fentli­chung ist absolut in Ordnung.

Bis dahin hatte ich alles für die Veröf­fentli­chung vorberei­tet.

Wie aus heiterem Himmel kommt plötzlich die Mel­dung, dass es ein zwei­tes Ange­bot für die Brau­erei gibt. Ein Ge­schäfts­mann aus Würzburg hätte sich gemeldet und in diesem Zusam­menhang wurde klar, dass der Bür­germeis­ter diesen Kontakt schon seit dem Zeit­punkt der Veröffent­lichung des Na­mens von Herrn Krück hatte und dass er weder anlässlich seiner Amtsein­führung am 13.12. (das sei ihm ver­ziehen) noch anlässlich der Stadtver­ordne­tensit­zung am 16.12. (das ist unver­zeihlich) die Gre­mien nicht informiert hat. Aus­schlagge­bend ist, und das sollte dringend überprüft werden, ob die Stadtver­ordneten nicht unter falschen oder verfälsch­ten In­formatio­nen dem Eckpunk­tepapier zuge­stimmt haben.

Zu wes­sen Guns­ten hier gehandelt wird, ist für mich unklar. Zu wessen Lasten es geht ist für mich klar. Es geht zu Lasten der Bür­ger, des Dachver­band Schwim­men, der Mitarbei­ter der Brauerei und nicht zu Letzt geht es zu Lasten der Glaub­würdig­keit der in Pfungs­tadt eh­renamt­lich täti­gen Poli­tiker.

Und was die Eigentümer und ihren Umgang mit der notwendigen Lösung betrifft?

Der Jahresausstoß der Pfungstädter Brauerei liegt bei ca. 200.000 HL und ist damit sogar noch geringer ist als der Tagesausstoß der größten deutschen Brauerei(kette), die selbst wie­de­rum erst auf Platz 21 der Rangliste der größten Brauereien der Welt platziert ist.

Ich habe volles Verständnis dafür, wenn ihnen die Brauerei keinen Spaß mehr macht. Ich verstehe auch, wenn sie die Brauerei mittlerweile als eine Bürde betrachten, die sie seit ungefähr 20 Jahren nur Geld kos­tet. Ich nehme ihnen ab, dass ihnen die Mitarbeiter nicht egal sind. Ich frage mich aber auch warum sie nicht selbst die Reißleine ziehen, die Mitarbeiter großzügig abfinden und sie nicht irgendeinem "Investor" überlassen, dessen Reputation zweifelhaft ist. Warum machen sie nicht Nägel mit Köpfen und machen die Brauerei zu Gunsten einer Wohnbebauung platt? Das wäre in meinen Augen Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern, es wäre der Abschluss, den sich die Gründer der Brauerei bei Eintreten solcher Bedingungen sicher selbst gewünscht hätten und es würde die Eigentümerfamilien bei den Pfungstädter Bürgern in posi-tiver Erinnerung halten. Und am Ende des Tages gäbe es in Pfungstadt Gewinner und keine Verlierer.

Vielleicht sollten wir alle emotionale Intelligenz und Herz einsetzen und nicht dem Kommerz die Aufmerk­samkeit schenken. Man muss den Menschen in Pfungstadt zuhören. Dumm sind die nämlich nicht und gefal­len lassen sie sich auch nicht alles.

Gregory Knop
18.01.2020

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Eine Stunde vor Beginn der Sitzung der Stadt­ver­ord­neten am 16.12.2019 traten Stadt­ver­ord­nete und Ma­gis­trat im Ma­gis­trats­zim­mer zu­sam­men, um über die neuesten Er­kennt­nis­se informiert zu werden. Da­bei legte Herr StV Krier (FW) die letz­te Ver­sion des Eck­punk­te­pa­piers vor bzw. ver­las die­ses. Die Än­derungen erfolgten aufgrund eines Ge­sprächs einer kleinen Abordnung des Ma­gis­tra­ts / der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung mit den Ei­gen­tü­mern der Brau­er­ei. Dieser, von Herrn Bür­ger­meis­ter Koch in­stal­lier­ten Ab­ord­nung, ge­hör­te weder ein UBP Stadt­ver­ord­ne­ter noch ein UBP Stadt­rat an. Die UBP wur­de auch nicht über die Grün­dung und Zu­sam­men­stel­lung der Ab­ord­nung in­for­miert und sie wur­de auch nicht zur Teil­nah­me ein­ge­la­den. Die zweitstärkste Fraktion wurde schlicht und bewusst über­gan­gen; weil wir viel­leicht un­an­ge­neh­me Fra­gen ge­stel­lt hät­ten.

Diese, aus dem Eigentümergespräch entstandenen Er­kennt­nis­se, sind in die letzte Fassung des Eck­punk­te­pa­piers ein­ge­ar­bei­tet und letztlich auch mit 16 Ja / 10 Nein und 5 Enthaltungen an­ge­nom­men wor­den. Siehe hierzu das down­load­ba­re PDF zur Stimm­ab­gabe.

Auf Rückfrage teilte Herr StV Krier mit, dass er den Ein­druck und tendenziell die Gewissheit hat, dass die Ei­gen­tü­mer schlecht oder überhaupt nicht über den In­ves­tor in­for­miert waren. Die Ei­gen­tü­mer sagen, sie hät­ten sich voll und ganz auf das beauftragte M&A Consulting Un­ter­nehmen (ein Unternehmen, das mit­telständische Un­ter­neh­men bei Fragen des Un­ter­neh­mens­ver­kaufs bzw. der Un­ter­neh­mens­fi­nan­zierung be­rät) verlassen und ihm auch vertraut. Natürlich ist das ver­ständlich und eben auch mensch­lich.

Herr Bürgermeister Koch teilte mit, dass es ein Schrei­ben des Investors, Herrn Uwe Dieter Krück gibt, das er während dieser Mitteilung an die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den (mit hand­schrift­licher Na­mens­nen­nung) aushändigte.

Damit Sie sich einen Eindruck von dem Schrei­ben machen können, dürfen Sie es sich hier down­loa­den.



passend dazu der Leserbrief von
Ali Hensel - Bündnis90/Die Grünen
Pfungstadt

Mindestens wird Ihnen auffallen, dass 99% des Briefes unkenntlich gemacht worden sind. Das ist wichtig, da ein Veröffentlichungsrecht nicht er­fragt wurde und es dem­zu­fol­ge keines gibt. Mein erster Gedanke war folgender. „Soll ich das Papier ernst nehmen? Wo sind die Ab­sen­der­an­gaben, ­Brief­kopf, Fuß­zei­le, Un­ter­schrift? Nichts fin­det man und dem­zu­fol­ge ist es ein anony­mer Brief, den, so Bür­ger­meis­ter Koch noch vor kur­zem in einer Ma­gis­trats­sit­zung, er nicht be­ant­wor­ten wür­de (an wen auch) und des­sen Ab­sender kein Recht da­rauf hät­te, ihn be­ant­wor­tet zu be­kom­men. Auch wir wur­den mit Halb­hei­ten und Frag­men­ten ab­gespeist, ­soll­ten aber dann schnell eine Ent­scheidung ­tref­fen.

So und nicht anders wurde von Beginn an mit den Ehrenamtlichen umgegangen, die das höchste Gre­mium der Stadt darstellen und die tatsächlich auch für die Stadt verantwortlich sind. Der Bür­ger­meis­ter ist nichts anderes als ein gewählter Ver­wal­tungs­chef, der die Ausrichtung und die Aufgaben, die er durch die Stadtverordneten er­hält, um­zu­set­zen hat bzw. diese für die Stadt­ver­ord­ne­ten ­so auf­zu­be­rei­ten hat, damit sie guten Gewissens Rich­tungs­ent­schei­dun­gen oder not­wen­di­ge Um­setz­ungs­ent­schei­dun­gen vor­ge­ben kön­nen.

Mit solchen Papieren ist das (a) nicht möglich und (b) eine Frechheit.

PS:

In der Hitze der Debatte wurde die UBP (als Ganzes) von Herrn StV und Fraktionsvorsitzenden Swen Klingelhöfer (SPD) als AfD-nahe bzw. „wie die AfD“ tituliert. Das war im Übrigen das zweite Mal, dass wir in dieser Form diskreditiert wurden. Damals im Februar 2017 durch Herrn StV Ganzert und jetzt durch Herrn StV Klingelhöfer.

Herr Klingelhöfer ist wohl der Gaul durchgegangen und er ließ sich durch die Aussage der UBP StV Iris Walters „den Re­pu­ta­tions­scha­den, den uns der Bür­ger­meis­ter und die etablierten Parteien be­reits ein­ge­brockt ha­ben, kann ohne­hin nie­mand mehr wie­der gut mach­en“ zu dieser Dif­fa­mie­rung hin­reißen. Er störte sich tat­säch­lich an „etablierte Parteien“, die eine typische AfD-Bezeichnung für die anderen Parteien wäre.



Es würde uns sicher alle interessieren wer Telefonnummern, eMail-Adressen oder Postadressen von Herrn Krück hat.




Und so haben Ihre Stadtverordneten namentlich abgestimmt. Damit ist der Weg zu weiteren Vertragsverhandlungen zwischen Brauerei/Investor/Stadt Pfungstadt geebnet.




  • Die UBP ist nicht bereit das Gelände des Schwimmbades zu Gunsten des Kommerz und zu Lasten der Bür­ger und zu Lasten der dort angesiedelten Vereine und auch nicht zu Lasten der dortigen Anwohner zu verhökern.

  • Die UBP unterstützt die Bemühungen der Brauerei, diese in Pfungstadt zu erhalten und damit auch Ar­beits­plätze zu erhalten bzw. zu schaffen.

  • Die UBP unterstützt die Idee die Brauerei an einen anderen Standort in der Stadt umzuziehen und auf dem frei werdenden Gelände Wohnraum zu schaffen.

  • Die UBP unterstützt nur saubere Geschäfte die frei von Schmiergeldzahlungen sind, die EU-konform sind und die der Stadt und ihren Bürger nicht schaden. Weder finanziell noch in ihrem Ruf.

  • Die UBP unterstützt das Schwimmbadprojekt des Dachverbandes Schwimmbad. Dieses Projekt ist in vielen Jahren ehrenamtlich entstanden, hat sogar die Zustimmung der Stadtverordneten erhalten und soll jetzt nichts mehr gelten. Das ist mit der UBP nicht zu machen.

  • Die UBP wird in der heutigen Stadtverordnetenversammlung ihre Haltung nochmals öffentlich zur Kennt­nis bringen und hofft auf weitere Unterstützung aus den Reihen der anderen Fraktionen.






Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 18.02.2016, dass ein ge­wis­ser Herr K. mit einer gefälschten Bankbestätigung über 42 Mio. € in Verbindung ge­bracht wird. Der Buchstabe "ß" hatte einen der Geschäftspartner stutzig gemacht. Eine Schwei­zer Bank­bestätigung, ausgestellt in der Schweiz und dann noch mit dem "ß", dem Buch­sta­ben, der seit Anfang der 1970er Jahre weder auf Schreibmaschinen noch auf PC-Tas­ta­tu­ren zu fin­den ist? Ein Anruf genügte und der Schwindel flog auf.

Eine Anekdote mit realem Hintergrund.






Unsere Positionen kompakt zum Download

Beide Aus­schuss­vor­sit­zen­de, für den "HFW" Herr Jochen Kockegei [CDU] und für den "SBU" Herr Dr. Wolf Edelmann [FGL], haben unserem Stadtrat Horst Knell gleich zu Beginn der gemeinsamen Ausschusssitzung mit Hin­weis auf die Hessische Ge­mein­de­ord­nung (HGO) einen Maul­korb verpasst.

Da er als Stadtrat kein unmittelbares Rederecht in diesem Gre­mi­um hat, ist dies bei stren­ger Aus­le­gung der HGO (Hes­si­sche Ge­mein­de­ord­nung) auch mög­lich. Ein Stadtrat darf in diesen Ausschüssen nur reden, Fragen stellen oder Stellungnahmen ab­ge­ge­ben, wenn es der Bürgermeister oder der Aus­schuss­vor­sit­zen­de erlaubt.

Seit die UBP im Parlament vertreten ist, wurde diese HGO-Re­ge­lung sehr liberal gehandhabt. Ein Redeverbot hat es unseres Wis­sens noch nicht gegeben.

Auch der Fragenkatalog, den StR Knell zum Thema aus­ge­ar­bei­tet hatte, durfte nicht zur Dis­kus­si­on ge­stel­lt wer­den, da er an­geb­lich zu fach­lich und nicht po­li­tisch ge­nug wäre.

Persönliche Stellungnahme von UBP Stadtrat Horst Knell

Während meines Stu­di­ums in den 70er Jahren habe ich in den Se­mes­ter­fer­ien in der Brau­er­ei gejobbt.

Mit dem Lohn ha­be ich einen Groß­teil mei­nes Stu­di­ums fi­nan­ziert.

Ich bin der Brauerei und den damaligen Kol­le­gen sehr zu Dank ver­pflich­tet.

Wir müs­sen ge­mein­sam da­rauf ach­ten, dass die Ei­gen­tü­mer, die Be­leg­schaft und nicht zu­let­zt die Stadt vor ei­nem fi­nan­ziel­len, vor al­lem aber auch vor ei­nem Re­pu­ta­tions­scha­den be­wahrt wer­den.

In der Diskussion des Fragenkatalogs wäre deutlich geworden, dass die UBP die Belange der Brauerei-Mitarbeiter und der Eigentümer der Brauerei im Fokus hat. Allerdings auf eine ganz andere Art und Weise als der Bürgermeister und die überwiegende Zahl der Kommunalpolitiker es tun.

Unser Ziel ist es, eine Polarisierung zwischen dem Dachverband Schwimmen und Brauerei zu ver­mei­den. Wir möchten, dass die beiderseits berechtigten Interessen und auch die Interessen der Stadt Pfung­stadt in Einklang gebracht werden. Dafür sieht die UBP gute Chancen. Die UBP rät aber zu ex­tremer Vorsicht und zum Abbruch der Gespräche mit Herrn Uwe Dieter Krück, wenn nicht alle Zwei­fel bezüglich der Integrität des Angebotes und des Investors ausgeräumt werden.



Da es seit Montag, 25.11.2019/22:10 auch im Darmstädter Echo mehrfach nachlesbar ist, nehmen wir zu diesen Planungen Stellung.


Völlig überraschend wurden die Fraktionen in der Pfungstädter Stadtverordnetenversammlung am Freitag, 22.11.2019 von Bür­ger­meister Koch über Planungen informiert, das komplette Gelände des BadeSauna Parks an einen Investor zu verkaufen, der dorthin den Produktionsstandort der Pfungstädter Brauerei verlagern möchte.

Die Fraktion der UBP zeigt sich vom Ergebnis der offenbar schon fortgeschrittenen Verhandlungen mehr als irritiert und wird diese Lösung in der dargestellten bzw. bekannten Form nicht mittragen.

Ein Verkauf des Areals wäre ein weiterer herber Rückschlag für die Planung eines neuen Schwimmbades, liegt doch schon seit geraumer Zeit ein detaillierter Plan des "Dachverband Schwimmen" für ein neues Bad am alten Standort vor, der von den politischen Gremien grundsätzlich beschlossen wurde.

Die UBP, die sich über beinahe vier Jahre engagiert, aktiv und konstruktiv in enger Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlich ge­führ­ten Dachverband für ein neues Bad eingesetzt hat, sieht in den vorliegenden Planungen eine weitere Geringschätzung.....


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Richard Kramer - c/o Unabhängige Bürger Pfungstadt (UBP) - Kommunalpolitische Initiative für Pfungstadt 
Sandstraße 6 - 64319 Pfungstadt

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